fumetto
musik ist etwas eigenes - sie mit worten oder bildern zu umschreiben ist nicht einfach und auch nicht besonders sinnvoll. das thema des diesjährigen fumetto-comicwettbewerbes hieß nun aber musik - und comics sind nun mal text und bilder. kleiner mann, was nun?
ich habe erstmal ein paar interviews mit Tom Waits gelesen und dabei festgestellt, daß er praktisch fast nur in bildern und metaphern von musik spricht (und auch von einigen anderen phänomenen, wenn er z.b. sagt:
„kinder haben ist so, als ob man mit alkoholikern zusammenlebt. es ist immer irgend etwas. sie haben eine scheibe eingeschlagen oder den garten umgegraben oder die wand mit einer anderen farbe gestrichen.“
da hab ich mir gedacht, das ist ja wunderbares material, wenn ich einen comic zum thema musik zeichnen will - lauter in bildern geäußerte gedanken über musik. also hab ich einen comic gemacht, in dem sich Tom Waits mit der barbesitzerin Carla unterhält, und dabei passieren die ganzen dinge, die er erzählt, einfach um die beiden herum in der bar, und das ganze nenne ich dann „songs sind wie hüte“.
hier noch ein lustiges zitat, das ich nicht im comic verwendet habe (sonst ist alles was Tom im comic sagt eins zu eins aus den interviews, kein wort erfunden):
„bei mir ist es so, daß die songs aus dem boden kommen, genau wie die kartoffel. du pflanzt und pflanzt, und dann wartest du auf die kartoffel - und die wassermelone, das kommt aufs gleiche heraus. [kartoffel=musik, melone=film] einen soundtrack schreiben wäre also wie eine kartoffel für eine wassermelone machen.“
janz berlin
ganz berlin von stralau aus *** foto: æ
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berliner füchse
wir wissen ja schon lange, daß es sie gibt. aber meistens sind wir viel zu verduzt um den fotoapparat zu zücken, wenn uns plötzlich einer über den weg läuft, z.b. am hellen tage auf der entlastungsstraße oder so. die rede ist von unseren städtischen mitbewohnern, den füchsen.
nachdem mein großer sohn vorgestern nacht beim blick aus dem fenster von seinem bett aus einen gesehen hatte, ist es mir gestern nacht gelungen, die burschen auch fotografisch dingfest zu machen. und das auch noch im doppelpack. auf dem foto ist zwar nur einer gut zu erkennen, aber es waren wirklich zwei füchse, die sich da tummelten. die hatten im tiefsten schnee keine anderen sorgen, als ausgelassene spiele miteinander zu spielen. echt verrückt.
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