ach so - alles beschmuh
rezepte für erfolgreiches erotisches bloggen -
hab mir doch schon sowas gedacht!
http://sehpferd.twoday.net/stories/1047309/
übrigens wird ‚beschmuh‘ bei google 702mal mit ‚h‘ und 692mal ohne ‚h‘ geschrieben. ich schließe mich schweigend der mehrheit an
von 重子 夏希 13. Okt 2005 14:45 ~ 0 x senf dazu ~ edit
onkel georg
„mein onkel führte eine geistesexistenz, wie ein paar hundert vollgeschriebene notizbücher beweisen. die beschränktheit des mitteleuropäers, der, wie ja gesagt wird, lebt, um zu arbeiten, anstatt zu arbeiten, um zu leben, wobei es ganz und gar gleichgültig ist, was unter arbeit zu verstehen ist, war meinem onkel georg schon sehr früh auf die nerven gegangen und er hatte die konsequenz aus seinen überlegungen gezogen.“
thomas bernhard in „auslöschung“, s.37
man muß allerdings dazusagen, daß onkel georg vom geerbten vermögen leben konnte. da war der herr hans jürgen von der wense - werke. von aas bis zylinder schon von einem anderen kaliber!
das erinnert mich auch an 20. im daudedsching.
von 重子 夏希 12. Okt 2005 11:25 ~ 0 x senf dazu ~ edit
alleinsein
„ich sage zu gambetti, gambetti, das höchste ist das alleinsein, weil ich mich als sein philosoph aufspiele, aber ich weiß ganz genau, daß alleinsein die fürchterlichste aller strafen ist. nur ein verrückter propagiert das alleinsein und vollkommen allein sein heißt ja am ende nichts anderes, als vollkommen verrückt sein, dachte ich …“
thomas bernhard in „auslöschung“
von 重子 夏希 12. Okt 2005 11:19 ~ 0 x senf dazu ~ edit
leitzordner
„nein, nein, mein büro wird dieses nicht sein, dachte ich. ich werde mich von den leitzordnern nicht beherrschen lassen. millionen sind von leitzordnern beherrscht und kommen aus dieser demütigenden beherrschung nicht mehr heraus, dachte ich. millionen sind von diesen leitzordnern unterdrückt. ganz europa läßt sich seit einem jahrhundert von den leitzordnern unterdrücken und die unterdrückung der leitzordner verschärft sich, dachte ich. bald wird ganz europa von den leitzordnern nicht nur beherrscht, sondern vernichtet sein. das habe ich ja auch einmal gambetti gesagt, daß vor allem die deutschen sich von den leitzordnern unterdrücken haben lassen. selbst die literatur der deutschen ist eine von den leitzordnern unterdrückte, habe ich zu gambetti einmal gesagt.“ usw. usf.
thomas bernhard in „auslöschung“
ich hasse mich selber dafür, wie ich manchmal in irgendwelchen büros herumstehe, ehrfürchtig die mit leitzordnern praktisch tapezierten wände anstarre und mir vorstelle, wie wichtig und wie ernsthaft doch die arbeit dieser menschen sein muß, die in so vielen leitzordnern geordnet und aufbewahrt wird.
da erfrischt und beruhigt mich doch so eine kleine tirade von t.b. ungemein. auch wenn sein rundumschlag noch weiter gehend sogar thomas mann und robert musil gleich mit als ‚hilflos erbärmliche beamtenliteraturerzeuger‘ abkanzelt. naja, wo späne fallen wird gehobelt, oder so.
von 重子 夏希 12. Okt 2005 10:47 ~ 0 x senf dazu ~ edit
selbst gedacht I
es ist gut, seine bedürfnisse zu reduzieren.
nicht um das begrenzt vorhandene jenen umso leichter zu überlassen, die es sich rücksichtsloser zu nehmen suchen, sondern um sich selbst vom zwang dessen zu befreien, was über das wahrhaft notwendige hinausgeht.
„wer sich zu begnügen weiß, ist reich“ (33. im daudedsching)
von 重子 夏希 11. Okt 2005 18:21 ~ 0 x senf dazu ~ edit
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